Über den Eltern Mariens steht nichts in der Hl. Schrift, nur eine außerbiblische Schrift erwähnt sie als Joachim und Anna um das Jahr 150. Nach langer Kinderlosigkeit sei ihnen das Mädchen Maria von Gott geschenkt worden. As es drei Jahre alt war, gab man das Kind in den Tempel zur besonderen Erziehung.
Durch Jahrhunderte zeigte man den Jerusalempilgern das Elternhaus Mariens am Schafteich, dass bald in eine kleine Kirche umgewandelt wurde. In Byzanz gab es um 550 die erste Annakirche. 1142 erbauten in Jerusalem die Kreuzfahrer die heutige Annakirche.
Um 1250 halten die Franziskaner an der Unbefleckten Empfängnis Mariens fest, die sich selbstredend im Schoß der heiligen Mutter Anna zugetragen hat. Das Konzil von Base übernimmt 1439 diese Lehre als im Volk fest verwurzelt.
Die Annaverehrung weitet sich in ganz Europa schnell aus. Reliquien der Kreuzfahrer fördern diese. Die Hl. Anna wird geradezu eine Modeheilige, ihr werden viele Kapellen und Kirchen geweiht, vielfach mit dem bekannten Anna-Selbdritt-Bild, schon ab dem 13. Jh.
1650 kommen die Franziskaner nach Forchheim. Das Kloster St. Anton bleibt ihnen bis 1802. Im Jahr 1919 übernehmen es die Redemptoristen. Die Franziskaner waren geborene Förderer der Annaverehrung in Forchheim und Umgebung.
Schon 1511 wird eine Kapelle zu Ehren der Hl. Anna in Weilersbach erwähnt. Zu dieser machen an bestimmten Tagen die Kirchehrenbacher Prozessionen. 1521 steht diese Kapelle schon in einer Urkunde. Die Pfersfelder Grundherren sorgten für eine qualifizierte pastorale Betreuung der ansässigen und pilgernden Gläubigen.
30 Jahre später wird im „Markgräfler Krieg“, den Albrecht Alkibiades von Kulmbach-Bayreuth gegen das Hochstift Bamberg führte (1552/53), diese Kirche zur Ruine gemacht. So lag sie lange Zeit da. Noch 1619 heißt es: „Verödet, eingefallen, Gottesdienste sind keine Möglich.“ Wo doch früher Wallfahrer zu diesem Gotteshaus zogen!
Heinrich Küffner besann sich auf eine bischöfliche Sammelerlaubnis durch den Bischof von Aschhausen (1622) und machte sich eigrigst auf Geldsuche. Man fing an zu bauen- und schon setzten (jetzt nach dem Dreißigjährigen Krieg 1618-1648) die Wallfahrten wieder ein. Die Forchheimer waren 1653 die Ersten, die in großer Prozession kamen. Auch die Opfergelder flossen wieder reichlich. Zu den Horchheimern gesellten sich bald andere Orte: Ebermannstadt – Pretzfeld – Drügendorf – Leutenbach – Wiesenthau - Reuth – Drosendorf. Ab 1662 kommt Niedermirsberg. An manchen Tagen musste der Gottesdienst vor die Kirch verlegt werden.
Somit ist die Forchheimer Wallfahrt nach Weilersbach über 300 Jahre alt. Und das Annafest wurde auf den Sonntang nach dem 26. Juli gelegt. Kamen die Forchheimer von St. Anna zurück, stärkte man sich im Kellerwald bei Brot und Bier. Anfangs war es ein Gelage, erst später kamen Bänke und Tische. Es kam die Zeit der Aufklärung und in ihrem Gefolge die Säkularisation. Die Wallfahrten nahmen entsprechend der obrigkeitlichen Weisung etwas ab. Trotzdem kamen 1820 noch häufig Wallfahrten und das nicht nur an den Festen Von St. Anna, Kreuzauffindung, Maria Magdalena und Jakobus. 1858 sind folgende Orte vermerkt: Drosendorf, Gößweinstein, Niedermirsberg, Bammersdorf, Serlbach, Neuses und Trailsdorf.
Und wie sieht das „Wallfahrerbild“ heute aus? Alljährliche Wallfahrten kommen aus:
Serlbach - Bammersdorf - Trailsdorf - Neuses - Pautzfeld - Gößweinstein - Forchheim/Verkl.Christi - Forchheim/St. Anna
Quelle: Buch Gemeinde Weilersbach